schulentwicklung

Das Schulentwicklungsprogramm

Schulentwicklungsprojekte bilden ein zentrales Instrument zur weiteren Verbesserung und Entwicklung der Schule. Nachfolgend sind bisher gepflegte und weiterhin als zentral betrachtete Entwicklungsschwerpunkte aufgeführt.

Ab 1996 neu aufgenommene Schulentwicklungsprojekte sind kurz umschrieben und die möglichen Projektideen aufgelistet.

 

1. Bisher gepflegte Entwicklungsschwerpunkte

  • Förderung der umfassenden Erziehung durch Ausgewogenheit zwischen intellektuellen und musisch-schöpferischen Fächern. (Erweiterter Musikunterricht in der 5./6. Klasse, gemeinsames Singen und Tanzen) Die Förderung der musischen Inhalte in der Schule darf keine Kostenfrage sein
  • Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit und Pflege des sozialen Verhaltens in der familiären Gemeinschaft aller Stufen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse mittels Durchführung von Projektwochen.
  • Durch differenziertes Unterrichten in überschaubaren Klassen wird eine individuelle Förderung des Kindes möglich, und die Lehrperson kann, infolge zweijähriger Betreuung des Klassenjahrganges und dank dem intensiven Erfahrungsaustausch im Lehrerkollegium, besser auf Stärken und Schwächen des Schülers eingehen.
  • Gemeinsames Durchführen von schulischen Anlässen unter Einbezug von Eltern, Schulbehörde und Freunden der Schule. Schülerzmorge, Ausflüge, Schulhausplausch mit Eltern, Weihnachtsfeier im Schulverband, gemeinsames Singen und musizieren, Schulfasnacht, Schulstart- resp. Schulschlussfest.
  • Pflege des sozialen Verhaltens und Erweiterung der Erlebnis- und Erfahrungswelt sowie erarbeiten des Stoffes durch vielseitigen Anschauungsunterricht auch ausserhalb des alltäglichen Schulbetriebes durch Organisation von Schulverlegungswochen. (Landschulwochen, mehrtägige Geografieausflüge ab der 3. Klasse)
  • Die Schule strebt im Sinne eines vertikalen Lehrplanes die Realisation von Projekten unter Einbezug aller Stufen an.
  • Gemeinsamer koedukativer Werkunterricht der Gesamtschule im Rahmen von Projektwochen für die Gesamtschule
  • Die Kinder sollen ihren Fähigkeiten entsprechende Leistungen in einem angstfreien Klima erbringen können.
  • Der individuellen Förderung schwächerer und begabterer Schüler wird grosses Gewicht beigemessen.
  • Die Notengebung wird nur als ein Element in der Beurteilung schulischer Leistungen eingesetzt.
  • Notenlose Unterstufe (1./2. Klasse) und 3. Klasse, parallel regelmässige individuelle Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schüler zur gesamtheitlichen Schülerbeurteilung auf allen Stufen. Die Schule versucht, das Beurteilungssystem für eine aufbauende Leistungsbewertung laufend zu verbessern.
  • Die Evangelische Schule pflegt bewusst die Methodenvielfalt in der Unterrichtserteilung. Dem Lernziel entsprechend werden wahlweise Frontalunterricht, Werkstattunterricht und Projektunterricht ergänzt durch Gruppen/Partnerarbeit angewendet.
  • Grosses Gewicht wird der Anleitung der Kinder zum selbständigen Lernen beigemessen.
  • Die Evangelische Schule pflegt die aufbauende Konfliktbewältigung durch eine offene Gesprächsführung und aktive Bereitschaft zur Mitarbeit zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Schulbehörden.
  • Die Evang. Schule Brig-Glis bemüht sich, neue Modelle für die zeitliche Unterrichtsgestaltung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten einzuführen. Das von der Schule entwickelte Modell für Blockzeiten vom Kindergarten bis zur 6. Klasse wurde im Pilot erprobt und 1999 durch das Erziehungsdepartement zur definitiven Einführung bewilligt. (Tagesschulmodelle, neue Modelle zur Stundenplangestaltung werden studiert)
  • Die Evang. Schule sucht neue Organisationsformen für den Kindergarten (Blockzeiten mit Einlaufphase am Vormittag)
  • Schulstunden und Hausaufgaben werden so abgestimmt, dass der Schüler noch Zeit findet für persönliche Interessen, individuelle Freizeitgestaltung und Erholung. Es wird angestrebt, die Hausaufgaben im regulären Schulbetrieb zu integrieren.

2. Laufend neue Schulentwicklungsprojekte seit 1996

  • Definitive Einführung des Unterrichtes mit Blockzeiten für die Gesamtschule (Kindergarten bis 6. Klasse) als Abschluss eines vom ED bewilligten Schulversuches für das Schuljahr 1999/2000.
  • Zielgerichtete und strukturierte Führung der Lehrerteamarbeit anlässlich des im Rahmen der Blockzeiten "frei" gewordenen Schulhalbtages.
  • Auswertung der Zukunftskonferenz zur Erarbeitung der Grundlagen für die Einleitung zukünftiger Schulentwicklungsprogramme.
  • Abschluss der Erarbeiten eines Leitbildes im Rahmen von "Quo Vadis Evangelische Schule Brig", als Fortsetzung einer bereits begonnenen Analyse. Das Leitbild dient primär als Arbeitspapier für die weitere Schulentwicklung.
  • Konzept für die Ausdehnung des erweiterten Musikunterrichtes bis auf die Stufe Kindergarten ist umgesetzt. Erweiterung mit Rhythmik im Rahmen einer Pensenteilung zwischen zwei Kindergärtnerinnen
  • Ein neues Konzepte für die Durchführung von Sport kombiniert mit regulärem Schulunterricht wurde erstmals mit einer Sportwoche im Januar 1999 in Kandersteg erprobt.
  • Überarbeitung der Schulorganisation mit verbessertem partizipativem Führungsstil durch verstärkte Integration der Eltern- u. Lehrerteam in die Schulführung.
  • Neuorganisation und klare Umschreibung der Tätigkeit der Schulkommission im Rahmen der Verbesserung der Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern.
  • Anpassung der Schulordnung an die neue Struktur.

3. Neue Ideen für Schulentwicklungsprojekte

  • Gemeinsamer Werkunterricht im Rahmen von Projektwochen für die Gesamtschule ausbauen
  • Längerfristige Konzepte für Projektwochen entwickeln
  • Motivation des Schülers für das selbständige Lernen verbessern
  • Konzepte für klassenübergreifenden Unterricht verfeinern
  • Initiativen zur Reduktion der Schülerarbeitszeit ausarbeiten
  • Schaffung eines Kulturfonds einleiten
  • Schulraumproblematik 1. - 4. Klasse, Ausbaukonzept altes Schulhaus · Schüleraustausch mit französisch sprechenden Klassen der Evangelischen Schule Brig
  • Neues Konzept für erweiterten Fremdsprachenunterricht im Bereich Frühenglisch und/oder Frühfranzösisch ab Kindergarten. Neue Ideen können durch alle an der Schule Beteiligten an die Schulkommission zur Weiterbearbeitung mit Lehrpersonen und Elternteam jederzeit eingereicht werden.